BADISCHE ZEITUNG 14.12.2005
Koch- und Volkskunde für Separatisten Seit 53 Jahren versucht das fusionierte Bundesland Baden & Württemberg zusammenzuwachsen, das klappt auch ganz gut- außer beim Savoir-vivre, der Lebensart. Da wird das vom Schwaben sauer erwirtschaftete Bruttosozialprodukt noch immer vom Badener fröhlich und auf stets neue erfinderische Weise verprasst. Das ist zwar bloß ein altes Klischee, aber es hält sich tapfer und hat jetzt buchstäblich neue Nahrung bekommen: mit einem badischen Kochbuch samt Reiseführer namens „Baden Schlemmerland." Der Bildband des Foodfotografen Achim Käflein, des Kochs und Hoteliers Martin Hegar („Die Halde") und der Publizistin Hildegard Nies bewegt sich sauber innerhalb der Grenzen des alten Großherzogtums Baden und präsentiert eine bunte Mischung aus Landeskunde und Kochrezepten. Das wunderschön fotografierte Werk ist der über weite Strecken gelungene Versuch, aus Landschaft, Legenden und Leibspeisen der Badener ein Gesamtkunstwerk der Lebensart zu machen. Mal sehen, was Schwaben davon halten. hup
| RHEIN-NECKAR-ZEITUNG 20.10.2005
Baden:Optisch-kulinarischer Genuss „Baden Schlemmerland“ ist mehr als ein Kochbuch- Bilderreise von Wertheim bis Konstanz Von Klaus P. Hunzinger Dass Baden ein Schlemmerland ist, wissen wir Badener natürlich am Besten. Aber manchmal vergessen wir es vielleicht im Alltagsstress. Und die Nicht-Badener können es vielleicht ahnen, aber nicht wissen. Beiden - Badenern und Nicht-Badenern - kann jetzt geholfen werden. Ein Fotograf, ein Koch und eine Schriftstellerin haben sich zusammengesetzt und ein Baden-Buch geschaffen mit dem Titel: "Baden Schlemmerland - die besten Rezepte, die schönsten Impressionen". Darin zeigt sich Baden von seinen schönsten Seiten, von Wertheim im Norden bis Konstanz am Bodensee im Süden, in Bildern, Rezepten und Geschichten. Was der Fotodesigner Achim Käflein, der Koch Martin Hegar und die Schriftstellerin Hildegard Nies auf 216 Seiten zusammengestellt haben, ist ein Kochbuch und doch kein Kochbuch. Denn es ist mehr: Es stellt Baden in seiner Gesamtheit dar, reduziert es nicht auf die gute Küche, sondern erweitert den Blick auf Kunst und Kultur in wunderbaren Landschaften mit völlig unterschiedlichen Charakteren. Auf der Bilderreise von Nord nach Süd vermittelt Achim Käflein mit seinen Fotografien einen Eindruck vom kulturellen Reichtum Badens. Und beim Durchblättern fallen nicht nur die bekannten badischen Städte wie Heidelberg, Baden-Baden oder Freiburg ins Auge, sondern man entdeckt manches Kleinod, das einem bisher vielleicht entgangen ist. Wie wäre es beispielsweise mal mit Ettlingen statt Karlsruhe oder Staufen im Münstertal statt Freiburg, mit den Städten im Schatten der "Großen"? Abstecher bei einer Baden-Tour lohnen sich bestimmt. Wer es sportlich mag, auch der wird in Baden bedient: mit Wandern, Radfahren, Schwimmen, Segeln. Aber natürlich kommen Badener und Nicht-Badener an den kulinarischen Genüssen nicht vorbei, die Martin Hegar serviert und auf die Achim Käflein fotografisch Appetit macht. In die Nord-Süd-Bilderreise hat Martin Hegar, gelernter Koch und Chef im Hotel "Halde" bei Oberried, rund 100 badische Rezepte nach dem Jahreszeiten-Zyklus eingestreut. Da locken der Frühling mit Spargel, der Sommer mit Salaten, der Herbst mit Herzhafterem oder der Winter mit feinen Braten. Zum Abschluss stellt Martin Hegar heimische Wildkräuter für Gemüse, Salate und Suppen vor. Und der Leser bekommt eine Auswahl an Adressen für Gourmet-, Feine- und gute Küche in Baden sowie von Direkterzeugern und Weingütern. Ein Buch für Badener und Nicht-Badener- der Blick ins Schlemmerland! | Lahrer Zeitung 15.10.2005Doppelter Reiz Die Frage stellt sich bereits nach den ersten Seiten: Ist es der Reiz der badischen Landschaft oder sind es die Rezepte aus badischen Spitzenküchen? - Egal: Das Koch-, Land und Leutebuch spricht Hobbyköche, Wanderer und Städteliebhaber an. So passt denn auch der Titel, den die Autoren Achim Käflein, Martin Hegar und Hildegard Nies dem Buch gegeben haben: »Baden Schlemmerland - die besten Rezepte, die schönsten Impressionen«. Schön auch, dass die Rezepte nach Jahreszeiten geordnet sind. Im Frühling begegnen einem die Gerichte am Oberrhein und im Kinzigtal, im Sommer zwischen Freiburg und dem Südschwarzwald, im Herbst im Markgräfler Land und am Bodensee, und im Winter wird der Leser auf die Spur des Wanderschäfers Thomas Schwarz geführt, der durch fast ganz Baden zieht. Je nach Geschmacksrichtung verweilt das Auge bei den unterschiedlichsten Rezepten. Zum Beispiel bei einem einfachen, doch ganz sicher sehr schmackhaften Wildkräutersalat mit Bärwurzvinaigrette. Wobei hier die Pflanze und nicht der Schnaps gemeint ist. Oder es lockt die gefüllte Zickleinkeule auf Seite 32, bei deren Anblick einem bereits das Wasser im Mund zusammenläuft. Mit der Geschichte, vom Rheinfischer im Taubergießen kommt man zum Lachsforellenfilet auf Bärlauchsoße (auch wenn im Rhein - noch - keine Lachse schwimmen und der Name Lachsforelle nicht ganz richtig ist). Doch solche Spitzfindigkeiten werden schnell vergessen, wenn die Seite 188 aufgeschlagen wird: Rehrücken mit Wirsingköpfle und Spätzle. Das wird am nächsten Sonntag ausprobiert!
| | Die besten Rezepte, die schönsten Impressionen
Die Redewendung "leben wie Gott in Frankreich", die Ausdruck für ein besonders angenehmes Leben ist, kann ohne weiteres beim Blättern in dem im Jahr 2005 erschienenen "Kochbuch-Reiseführer-Bildband" umgewandelt werden in "leben wie Gott in Baden". Sattgrüne Wiesen, strahlend blauer Himmel, durchscheinend klares Wasser, reizvolle Gebäude jeder Art und jedes Baustils, sowie höchst appetitanregend angerichtete Speisen vermitteln auf den ersten Blick diesen Eindruck, der auch dem zweiten, dritten und soundsovielten Blick standhält. Achim Käflein, Martin Hegar und Hildegard Nies durchstreifen etappenweise von Norden nach Süden das gesamte Badnerland. Achim Käflein sorgt dabei für die bildhafte Gestaltung, Hildegard Nies formuliert erläuternde Beiträge und Martin Hegar steuert rund 100 abwechslungsreiche Kochrezepte bei. Letztere sind, nach den vier Jahreszeiten eingeteilt, auflockernd der Beschreibung von Land und Leuten beigemischt. Die "besten Rezepte" bieten Zubereitungsanleitung für Deftiges wie Kutteln, für Erlesenes wie Rinderfilet und für Süßes wie Ofenschlupfer mit Vanillesoße. Das Auffinden der Rezepte wird gegen Ende des Buches nach den ausführlichen Erläuterungen zu heimischen Wildkräutern durch ein alphabetisch geordnetes Rezeptverzeichnis erleichtert. Ihm folgen eine Adressensammlung von besonders empfehlenswerten Einkehrmöglichkeiten und eine Auflistung von Erzeugerbetrieben. Die "schönsten Impressionen" beginnen im Norden in Wertheim und enden mit einem malerischen Sonnenuntergang am Bodensee. Dazwischen werden bekannte und weniger bekannte Orte mit hervorragenden Bildern und sachkundigen Erklärungen vorgestellt. Heidelberg, Karlsruhe und Baden-Baden zählen unter anderem ebenso dazu wie Bad Bellingen, Sulzburg und der Taubergießen. Baden - Schlemmerland lässt schwelgen: in herrlichen Bildern, im Planen von kürzeren oder längeren Entdeckungsreisen, in der Vorfreude auf himmlische Gaumenfreuden und in der Erkenntnis, zu "leben wie Gott in Baden". | Schwarzwälder Bote, 26.10.2005 "Baden Schlemmerland" hält, was es verspricht! Selten überzeugt ein Buch so buchstäblich auf den ersten Blick wie das neue Werk aus der Edition Kaeflein. „Baden Schlemmerland“ bietet ein buntes Potpourri aus hervorragenden Fotos, Rezepten, Städteportraits und kleinen Geschichten. Baden ist eines der schönsten und beliebtesten Reiseziele Deutschlands. Wunderbare Natur, lebendige Städte, pittoreske Dörfer, barocke Schlösser, verträumte Burgen, malerische Wochenmärkte und gemütliche Wein- und Brauchtumsfeste laden zum Verweilen und Genießen ein. Der Bildband zeigt herrliche Landschaftsimpressionen, Städteportraits und Sehenswürdigkeiten von Wertheim im Norden bis Meersburg im Süden. Weitere Inhalte sind die schönsten Thermen der Region und die größten Natursportevents. Mehr als hundert Rezepte von Martin Hegar machen Appetit auf die vielseitige badische Küche. Neben traditionellen Gerichten werden leichte und vegetarische Alternativen vorgestellt. Alle Rezepte sind klar und verständlich beschrieben. Schon das Lesen animiert zum Nachkochen. Die appetitanregenden Fotos von Achim Käflein vollenden den Genuss. 250 nützliche Einkehrtipps, Adressen von Restaurants, Winzern und Erzeugern helfen bei der Planung kulinarischer Ausflüge.
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