Schwarzwald - Black Forest
Esslinger Zeitung 24.06.2006
 
Leben im Schwarzwald
Mit seiner reizvollen Mischung aus herrlicher Landschaft, kulturellen Sehenswürdigkeiten und lebendig
gebliebenem Brauchtum begeistert der Schwarzwald Besucher aus aller Welt. Achim Käflein und Dorothee
Philipp dokunientieren in ihrem Bildband „Schwarzwald“ zwar, dass hohe Tannen, Bollenhüte und Kuckucksuhren prägnante Symbole dieser Region sind. Sie vermitteln aber gleichzeitig vielerlei Arten, auf die sich der „Black Forest“ entdecken lässt, beispielsweise beim Wandern. Achim Käflein hat die abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft ebensowie die Menschen in stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Aufnahmen festgehalten, die von hohem künstlerischen Niveau sind. Dorothee Philipp steuert die unterhaltsamen und kenntnisreichen Texte über Land und Leute, über Geschichte und Tradition des Schwarzwalds bei.

 Weiler Zeitung 31.05.2006
       
 Kuckucksuhren und Landschaftszauber
Hohe Tannen, Bollenhut und Kuckucksuhr – das sind perfekte Schwarzwald-Klischees. Oft verkitscht, haben sie jedoch ihre eigene faszinierende Historie und tragen viel vom Wesen dieser einzigartigen gebirgigen Landschaft im Südwesten Deutschlands in sich.
Ein bemerkenswerter Bildband Fotografien von Achim Kaflein und Texten von Dorothee Philipp ist jetzt unter dem schlichten Titel „Schwarzwald“ in der Edition Käflein erschienen. In der bewussten Hinwendung zu klischeeträchtigen Themen gelingt es Text und Bildern, einer uns eigentlich allen vertrauten Region neue Geheimnisse zu entlocken. Das Buch enthüllt uns ihren Kern - und lässt doch vieles im die Fantasie anregenden Schwarzwald-Dunkel.
Landschaftsfotos in schwarz-weiß? Das mag manche zunächst abschrecken. Kann doch gerade im Schwarzwald der Himmel so schön blau, können die Seen so schön grün sein. Doch kaum blättert man einige Seiten des Bandes durch, erschließt sich dem Betrachter manch poetische Kameraperspektive: Der Blick vom Schauinsland auf einen dramatischen Himmel, Bäume, die den Stürmen trotzen, in der Ferne der winzige Feldbergturm. Oder der wie mit einer Trennlinie in starken Hell-Dunkel-Kontrasten zerschnitte Schluchsee mit weißem Segel, das sich in der Wasserfläche spiegelt. Die funkelnden Augen eines Mädchens in Schwarzwaldtracht, selbstbewusst und fröhlich. Neugierig äugende Rinder neben der beeindruckenden Architektur der Domkuppel in St. Blasien.
Menschen und Natur, Tradition und Architektur: Der in Freiburg lebende Fotograf Achim Käflein begibt sich mit großer Leidenschaft auf Motivsuche. Immer wieder findet er Perspektiven – gerade in den Landschaftsaufnahmen - die die Natur zum filigranen Kunstwerk werden lassen: schneebedeckte Aste oder aus Eis und Wasser geformte Märchenbilder eines Wasserfalls. Architektonische Details werden präzise herangezoomt, Verborgenes wird ins Zentrum gerückt und erhält so eine neue Wertigkeit. Die Fotografien
zeugen von der Arbeit eines Philanthropen; Käflein gibt den alten, ihre traditionelle Handarbeit pflegenden Handwerkern Würde, und lässt auf der anderen Seite die jungen Mitglieder der Trachtengruppe ‚;Kirnbacher Kurrende“ ansteckend herzlich lächeln.
Neben dem großen Reiz dieser Fotoarbeiten dürfen auch entsprechende Texte nicht fehlen. Der im Nord-Schwarzwald aufgewachsenen, in Müllheim lebenden Redakteurin unserer Zeitung, Dorothee Philipp, ist die Nähe und Verwurzelung in ihrer Region Satz für Satz anzumerken. Informativ und reflektiert spürt sie der Geschichte des Schwarzwalds nach. Sie empfiehlt die besten Entdeckungsarten der Naturschönheiten via Wandern oder Skilanglauf, gibt Einblicke in eine Elzacher Maskenschnitzer-Werkstatt und lässt uns teilnehmen an der Entstehung einer Fasnachtslarve.
Weitere Kapitel sind der edlen schwarz-weiß Grafik des Schiltacher Fachwerks gewidmet, dem Freiburger Münster, dessen Baumeister immer wieder ob ihrer Genialität staunen machen, der Klosterbibliothek von St. Peter, dem Dom von St. Blasien, der Kuckucksuhr und der Kunst der Trachtenherstellung. Schön ist auch die Annäherung an die Einheimischen. Hier zitiert Dorothee Philipp aus dem bekannten Märchen „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff, „einer der schönsten Geschichten aus dem Schwarzwald“, wie sie schreibt. Darin heißt es über die Schwarzwälder: „Sie sind größer als gewöhnliche Menschen, breitschultrig, von starken Gliedern, und es ist, als ob der stärkende Duft der morgens durch die Tannen strömt, ihnen von Jugend auf einen freieren Atem, ein klareres Auge und einen festeren, wenn• auch raueren Mut als den Bewohnern der Stromtäler und Ebenen gegeben hätte... Am schönsten kleiden sich die Bewohner des badenschen Schwarzwaldes.“  Die Texte sind im Übrigen nebenstehend allesamt ins Englische übersetzt.
„Schwarzwald“ ist ein Buch, das bei Kennern die Liebe zu dieser Landschaft vertiefen wird und Einsteigern den Weg zur Entdeckung dieser einzigartigen Region ebnen kann.
 
 Schwarzwälder Bote 10.06.2006
  
 Bildband zeigt Region in schwarz-weiß
Dass der Schwarzwald über eine reizvolle Mischung aus herrlicher Landschaft, kulturellen Sehenswürdigkeiten und lebendig gebliebenem Brauchtum verfügt ist wohl jedem Einheimischen bekannt. Die Schönheit der Region versucht jetzt der Bildband von Achim Käflein und Dorothee Philipp auf 144 Seien in klassischer Schwarz-Weiß-Photographie festzuhalten. In ruhigen Panoramaperspektiven zeigt Achim Käflein Aspekte der abwechslungsreichen Natur- und Kulturlandschaft.
Aber auch die Menschen interessieren den Photographen. In lebendigen Portraits sind selbstbewusste Schwarzwälderinnen und Schwarzwälder zu sehen, die auch in modernen Zeiten mit Stolz Tracht
tragen. Dass hier bewusst auf Farbe verzichtet wird ist dabei besonders bemerkenswert und verschafft den Aufnahmen einen zusätzlichen Reiz.
Detailaufnahmen von alten Handwerkskünsten versuchen den Erfindungsreichtum und
die Präzision der Arbeiten zu verdeutlichen. So werden auch die Herstellung der Wahrzeichen des
Schwarzwaldes -. Der Bollenhut, die Kuckucksuhr und Holzmasken - in Reportagen vorgestellt.
Acht Seiten werden in einem eigenen Kapitel der Kuckucksuhr gewidmet. Im Mittelpunkt steht dabei Triberg
mit der Uhrenfabrikation Hubert Herr; in der noch nach alter Tradition gearbeitet wird.
Aber auch die Triberger Wasserfälle haben auf sechs Seiten ihren Platz in dem Buch gefunden. Die weiteren
Kapitel behandeln: »Tiefe Wälder — Sonnige Höhen«, »Der Maskenschnitzer«, »Fasnachtstreiben«, »Das
Schiltacher Fachwerk«, »Der Bollenhut«, »Schwarzwälder Portraits«, »Das Freiburger Münster«, »Die
Klosterbibliothek von St. Peter«, »Der Dom von St. Blasien« und »Die Kunst der Trachtenherstellung«.
Die Texte von Dorothee Philipp vermitteln dabei Wissenswertes über Land und Leute, über Geschichte und
Tradition des Schwarzwaldes und sind jeweils auf deutsch und auf englisch verfasst.